Wanderwochenende

Geschrieben von Nicole Staubitz.

Wandern bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, das kann jeder. Bei Schnee und Eis, das können nur wir. Aufgrund der schlechten Wetterlage machten sich vergangenes Wochenende von einstmals 15 Teilnehmern nur noch sieben auf den Weg zum gemeinsamen Wanderwochenende an den Achensee. Getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung“ , tat dies unserer Laune keinen Abbruch.

Mit frischem Kaffe und Butterbrezeln bereiteten wir uns auf den kommenden Aufstieg  zur Lamsenjochhütte auf fast 2.000 Höhenmeter vor. Meter um Meter kämpften wir uns ab jetzt der Hütte entgegen. Dabei galt es ca. 800 Höhenmeter zu überwinden. Aufgeben war Fehlanzeige. Alle waren überglücklich das Ziel endlich erreicht zu haben. Leider wurden wir hier nicht von einer tollen Aussicht belohnt, der Nebel verdeckte alle Berge um uns.

Nach einer kurzen Verschnaufpause galt es für unsere jungen Bergziegen einen nahe gelegenen Klettersteig zu bewältigen. Währenddessen ließen sich unsere älteren Kameraden auf der Hütte kulinarisch verwöhnen.

Bei einem gemeinsamen Abendessen und vielen interessanten Gesprächen nahm der Abend einen gelungenen Abschluss. Nach und nach fand jeder im gemeinsamen Matratzenlager einen mehr oder weniger erholsamen Schlaf. Dieser wurde jedoch durch einen viel zu früh klingelnden Wecker gestört.

Am nächsten Morgen wurden wir vom ersten Schnee der Saison überrascht. Dies feierten wir mit einer ausgiebigen Schneeballschlacht. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es weiter zur ersten Tagesetappe, der Gramaihochlegeralm. Da sich der Schnee je weiter wir ins Tal kamen in Regen verwandelte, bereiteten wir uns mit warmen und kalten Getränken auf den letzten Abstieg vor. Auch diesen meisterten wir ohne Verletzte mit Bravour.

Zwei tolle und anstrengende Tage liegen jetzt hinter uns. Den Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung“ können wir bezeugen, niemand ist ertrunken, verloren gegangen oder erfroren und Spaß hatten wir trotzdem jede Menge.

Ein herzliches Dankeschön geht an unseren Bergführer Michael Staubitz, der auch in diesem Jahr die Tour geplant hat. Wir freuen uns schon heute auf eine neue aufregende Tour im nächsten Jahr. Aber dann würden wir uns doch ein bisschen besseres Wetter wünschen.